Smartphones, Tablets und Co. – die Liste tragbarer Endgeräte wird immer länger. Zuletzt kamen eine intelligente Brille und eine ebenso schlaue Uhr dazu.
 

Der deutsche Schriftsteller Erich Kästner, Autor von zahlreichen äusserst humorvollen Werken und Kinderbüchern, fantasierte schon 1931: «Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr, trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief: ‹Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde später zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!›» Er hat damit nicht nur die Mobiletelefonie, sondern auch die Sprachsteuerung vorausgesehen.

1973 kam man bei Motorola auf die briliante, wenn auch naheliegende Idee, dass man nicht nur für militärische Zwecke mobil funken könnte, sondern dass dies auch für Firmen und schliesslich auch für Privatpersonen interessant sein müsste. Die Miniaturisierung der Geräte und sinkende Beschaffungskosten machten dann das Mobiltelefon für die breite Masse rasch attraktiv.

Wir kommunizieren schon heute mehrheitlich nur noch mobil. Alle meine mobilen Geräte sind auf Portabilität ausgerichtet, aktuell nutze ich persönlich ein MacBook Air, ein Tablet iPad mit externer Tastatur, ein Small Tablet/Phablet Galaxy Note 8.0 und ein Smartphone Nokia 920. Ich benutze jedes davon jeden Tag und überlege mir nicht gross, welches Gerät ich für was brauche, denn eigentlich können alle alles. Das Smartphone ist immer auf Mann und eines der Tablets meist griffbereit.
Smartphones,

Tablets und Phablets
58% der Schweizer sollen gemäss einer Comparis/Link-Umfrage ein Smartphone haben, gegen 3,6 Millionen Smartphones werden genutzt. Diese Tendenz zum Mobiltelefon mit Touchscreen und Internet-Fähigkeit hält an. Insbesondere bei den Jungen bieten die Smartphones schon heute den hauptsächlichen Zugang zu Social Media wie Facebook, Twitter, YouTube.

Seit einigen Jahren beleben die Tablets zusätzlich das mobile Ökosystem. Der Markt wird von Apple, dessen Erfinder, dominiert. 7 von 10 Schweizer Tabletnutzern – insgesamt rund 1,7 Millionen oder 27% – haben ein iPad. Gemäss einer Studie von Bitkom nutzen 2/3 der Deutschen das Tablet zuhause und setzen ausschliesslich auf WLAN.

Ein Phänomen sind die Phablets (Phonetablets) mit ihren Displays zwischen 5 und 6,9. Wir beobachten häufig junge Frauen, die sich Phablets bedienen, damit telefonieren und surfen. Der Grund dafür ist wohl, dass sich die Weder-Fisch-noch-Vogel-Geräte leicht in den Handtaschen versorgen lassen, während sie in engen Hosen kaum unterzubringen sind.

Die Mobile-Trends 2014
Die Apps bleiben ein anhaltender Mega­trend. Wir werden weiterhin eine Vielzahl von lustigen, sinnvollen, unlustigen, wenig Sinn machenden Applikationen angeboten erhalten. Sicher an Bedeutung gewinnen werden B2B-Apps, die sich nicht an die breite Öffentlichkeit, sondern an Closed User Groups richten. Google Glass, die Datenbrille, und Samsung Gear, die Smartwatch und andere Wearables sind Erweiterungen des mobilen Systems, welche dessen Nutzung vereinfachen.

«Die Mobilkommunikation ist längst kein Trend mehr, sie ist Convenience für jedermann.»

Sie sind aber vor allem auch Themen für die Öffentlichkeitsarbeit, man spricht darüber. Eine eigentliche weitere Revolution ist jedoch durch diese Geräte nicht zu erwarten. Bei den Endgeräten wird das flexible Display, der biegsame Bildschirm neue Designmöglichkeiten und Ergonomiefaktoren eröffnen. Samsung und LG werden jedenfalls schon bald mit entsprechenden Geräten kommen.

Mobile Payment ist sicher ein Thema, welches uns im kommenden Jahr beschäftigen wird. Die NFC-Funk-technologie ermöglicht elegante Lösungen und wird von den Grossverteilern gefördert. Da aber Apple mit einem Smartphone-Marktanteil von rund 50% in der Schweiz nicht mitzieht, werden zusätzlich weitere Ansätze wie Wallets (zum Beispiel von Paypal) notwendig. Aufzuhalten sind Mobile Payment und andere Entwicklungen wie Mobile Key, Mobile Identity etc. jedenfalls nicht.

Immer wichtiger für die mobile Nutzung wird die Cloud, die inzwischen von allen Betriebssystem-Herstellern zur Verfügung gestellt wird. In der Wolke hat man die aktuellen Inhalte wie Fotos, Videos und andere Daten immer bei sich. Die Speicherung erfolgt mehr oder weniger ungefragt. Wenn viel Speicher verlangt ist, wird die Cloud kostenpflichtig.