Roland Greber
Leiter des Kompetenzzentrums Mobile PostFinance

Zahlreiche Apps helfen dem Smartphone-Nutzer heutzutage, über alle Bereiche des Lebens ständig auf dem Laufenden zu bleiben. Freizeittipps, Sportergebnisse, Nachrichten – alles erscheint nahezu in Echtzeit auf dem Bildschirm des Telefons. Warum also nicht der eigene Kontostand? Auch das ist inzwischen kein Problem. Unter anderem bietet PostFinance eine Lösung an. Roland Greber von PostFinance erklärt: «Per SMS oder mit unserer App kann man sein Saldo und die letzten Kontobewegungen sofort abrufen. Auch Überweisungen bis hundert Franken und die Aufladung für das Prepaid-Telefon können schnell und unkompliziert abgewickelt werden.»

Zusatzfunktionen speziell für das Smartphone
Im Prinzip ist es also möglich, sämtliche Finanzgeschäfte mobil zu nutzen, die man bislang nur am heimischen PC erledigen konnte. Doch das ist nicht alles. Mobile Banking Apps bieten zudem Angebote, die speziell auf das Smartphone zugeschnitten sind. So ist es möglich, einen Einzahlungsschein mit der Kamera des Telefons regelrecht einzuscannen. Codierte Informationen werden dabei von der Software erkannt und lösen die Zahlung aus. Und dies alles ohne Bankfiliale oder Computer mit Internetzugang. «Für diese Scan and Pay-Funktion ist das Smartphone prädestiniert. Am heimischen Computer ist dies technisch zwar auch möglich, aber umständlicher, da zusätzliche Hardware benötigt wird. Diese ist im Smartphone bereits vorhanden, daher halten wir das für eine Top-Funktion im Rahmen der mobilen Anwendung», so  Greber. Ein gutes Beispiel, wie man die neuen technischen Möglichkeiten mit dem klassischen Filialgeschäft kombinieren kann, ist zudem die Standortsuche. Ist der Smartphone-Besitzer in einer fremden Umgebung auf der Suche nach einem Einzahlungsort wie einer Poststelle, erhält er die komplette Navigation als Skizze über ein mit der Kamera geschossenes Realbild und kann sich auf schnellstem Weg zur nächsten Filiale begeben.

Die Frage nach der Sicherheit
Wie bereits bei der Einführung von Online Banking vor einigen Jahren, steht bei einem sensiblen Thema wie den eigenen Finanzen die Sicherheit natürlich an erster Stelle. Roland Greber: «Die App kann nur über ein spezielles Anmeldeverfahren genutzt werden. Aus­serdem ist sie nur für ein bestimmtes Gerät zugelassen. Dieses Gerät wird von der Software identifiziert. Missbrauch ist somit nahezu ausgeschlossen.» Eine gesunde Skepsis bei den Kunden ist dennoch vorhanden, aber insbesondere Personen, die schon seit Jahren Online-Banking nutzen und darüber hinaus mit Apps vertraut sind, nutzen den Service gern. «Man traut uns schon zu, die nötige Sicherheit zu gewährleisten», ergänzt der Leiter des Kompetenzzentrums Mobile.

Was bringt die Zukunft
Apps und somit auch Mobile Banking Apps sind noch immer eine relativ junge Technologie. Weitere Innovationen sind somit vorprogrammiert. Schon heute ist es möglich, sich Börseninformationen auf das Telefon zu holen, in Zukunft wird man wohl auch seine Trades komplett über das Mobiltelefon abwickeln können. Vorhandene Anwendungen wie das Log-In werden zunehmend vereinfacht. «Bei allem, was wir in Zukunft noch machen werden, steht immer der Konsens von Sicherheit und Einfachheit im Mittelpunkt. Das ist gerade im Finanzbereich existenziell», sagt der Experte.   Auch die Verfügbarkeit der Anwendungen wird sich dabei stetig verbessern. Angebote für sämtliche relevante Betriebssysteme, veränderte Darstellungsoptionen eventuell auch für Tablet-PCs – das werden wohl die nächsten Evolutionsschritte des Mobile Bankings sein. Zumindest wenn es vom Kunden so gewünscht wird.